Geschichte der Kunst

Die Ikonenmalerei

Ikonenmalerei sieht man vor allem in der Ostkirche und bezeichnet die Abbilder von Heiligen. Sie ist in der byzantinischen Kirche entstanden. Auf den meisten Ikonen sind Christus, Maria und bestimmte Heilige abgebildet, manche zeigen Bildnisse von Engeln. Die klassische Ikone zeigt das Portrait von ein oder zwei Personen, in der Kunstgeschichte versteht man aber auch andere Motive als Ikonen. Ikonen können auf Metall gemalt sein oder auf Holz, andere Materialen sind Tücher und Stein. Charakteristisch ist der goldfarbene Hintergrund.

Eine alte Kunstform

Die ersten Ikonen sind aus dem 3. Jahrhundert bekannt und der Grundstil hat sich bis heute gehalten. Die Ikonenmalerei hat zum Ziel, das Nichtsichtbare sichtbar zu machen. Sie zeigt die himmlische Wirklichkeit und kann deshalb auch als heilig verehrt werden. Ikonen werden geweiht, was aus dem Bild erst ein echtes Heiligenbild macht. Da die Abbildung an sich bereits heilig ist, gelten auch Fotografien von Ikonen als verehrungswürdig. Sie haben im Glauben der orthodoxen Kirche eine große Bedeutung. Viele Gläubige in der Ostkirche haben eine Ikone oder eine entsprechende Abbildung zu Hause stehen. Das Motiv einer Ikone kann nicht frei gewählt werden, sondern muss bestimmten Vorgaben entsprechen, die meist von der Kirche gemacht werden.

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